Autor: Jörg Willig Leiter Portfoliomanagement der NATIONAL-BANK AG
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ERTRAG BRAUCHT EIN STABILES FUNDAMENT

Wie ein breit aufgestellter Mischfonds Stiftungsvermögen planbar und risikobewusst anlegen kann.

Die Anlage von Stiftungsvermögen stellt besondere Anforderungen, die über die Erzielung regelmäßiger Ausschüttungen hinausgehen. Wer den Stiftungszweck erfüllen, den realen Kapitalerhalt langfristig sichern und zugleich zwischenzeitliche Vermögensschwankungen begrenzen will, benötigt ein sorgfältig abgestimmtes Portfolio.

Investoren, die ausschließlich auf laufende Erträge aus Zinskupons setzen, nehmen oft unangemessen hohe Zinsänderungsrisiken in Kauf. Zudem ist ein reines Anleiheportfolio für den realen Kapitalerhalt in der Regel nicht ausreichend. Eine sehr hohe Aktienquote steigert zwar die Chancen auf langfristigen realen Werterhalt, erhöht jedoch das Risiko starker Kursschwankungen erheblich. Für Stiftungen sollte daher nicht die potenzielle Rendite einzelner Anlageklassen im Vordergrund stehen, sondern die Konstruktion eines robusten Gesamtportfolios als ausgewogene Kombination unterschiedlicher Ertragsquellen.

Der NB Stiftungsfonds ist ein Mischfonds, der eigens auf die Anforderungen von Stiftungen ausgerichtet ist. Er wird quantitativ gesteuert, investiert ausschließlich in Euro denominierte Wertpapiere und ergänzt ein hochdiversifiziertes Anleihen-Kernportfolio um einen Aktienanteil von bis zu 35 Prozent.

Anleihen bilden den Kern

Den Kern des Portfolios bilden Anleihen. Investiert wird ausschließlich in auf Euro lautende Anleihen weltweiter Emittenten. Das Anlageuniversum umfasst fest- und variabel verzinsliche Staats- und Unternehmensanleihen sowie inflationsindexierte Emissionen.

Der Schwerpunkt liegt auf Emittenten mit Investment-Grade-Rating. Titel aus dem High-Yield-Segment oder Anleihen ohne Rating können das Portfolio in begrenztem Umfang ergänzen, wenn die erzielbaren Risikoprämien adäquat sind. Bei der Titelselektion ist dabei nicht die isolierte Betrachtung einzelner Wertpapiere, sondern ihr Beitrag zum Gesamtrisiko des Portfolios entscheidend.

Die Portfoliokonstruktion erfolgt risikobasiert und orientiert sich an Duration, Bonität und Risikoprämie der einzelnen Wertpapiere. Die Auswahl und Gewichtung der Anleihen zielen auf eine möglichst ausgewogene Branchenallokation. Dadurch werden Klumpenrisiken und die damit verbundenen potenziellen Belastungen für das Gesamtportfolio vermieden.

 Aktien als wichtige Ergänzung

Eine defensive Allokation bedeutet jedoch keinesfalls eine Beschränkung auf Anleihen. Gerade der vollständige Verzicht auf Aktien stellt langfristig oft das größte Risiko für den realen Kapitalerhalt dar. Aus diesem Grund können Aktien bis zu 35 Prozent des Anlagevermögens des NB Stiftungsfonds ausmachen.

Im Fokus der Titelselektion stehen Large- und Mid-Cap-Aktien mit sehr hoher Handelsliquidität. Die Aktienkomponente ist bewusst als ergänzender Baustein konzipiert: Sie soll den Charakter des Fonds nicht verändern, sondern die Ertragsquellen des Portfolios diversifizieren.

Gemeinsam bilden Aktien- und Anleiheanteil ein robustes und hochliquides Portfolio ohne Fremdwährungsrisiken. Die Anleihen sorgen für eine laufende, gut planbare Ertragsbasis, während die Aktien einen überproportionalen Beitrag zum Erhalt des Stiftungskapitals leisten und zugleich langfristig erhöhtes Wertsteigerungspotenzial bieten.

Systematisch, flexibel und robust

Der NB Stiftungsfonds wird aktiv auf Basis eines systematisch-quantitativen Ansatzes gesteuert. Die Grundlage jeder Anlageentscheidung ist die Kombination aus fundamentalen und markttechnischen Daten.

Fundamentale Daten spiegeln die Kapitalstruktur und die wirtschaftliche Entwicklung eines Unternehmens wider. Andere für die Portfoliokonstruktion relevante Kennzahlen wie beispielsweise die Duration und Bonität einer Anleihe gehören ebenfalls zu dieser Kategorie. Da der Zusammenhang zwischen den Veränderungen der fundamentalen Kennzahlen eines Unternehmens und der Entwicklung der zugehörigen Wertpapiere an den Märkten nur selten unmittelbar stattfindet, ist die Nutzung markttechnischer Kennzahlen ein weiterer essenzieller Baustein der Analyse. Im Aktienbereich gehört hierzu beispielsweise der Faktor Momentum. Bei den Anleihen sind unter anderem die Veränderungen der Renditekurven sehr bedeutsam.

Sämtliche relevanten Daten werden im Rahmen des prognosefreien Investment-Prozesses laufend ausgewertet. Aufgrund der rein quantitativen Vorgehensweise des Portfoliomanagements werden emotionale Einflüsse auf die Titelselektion und Portfoliokonstruktion ebenso konsequent ausgeschlossen. So können gleichzeitig die Risiken des Portfolios bewusst gesteuert und Chancen systematisch genutzt werden.

Durch diese dynamische Herangehensweise ist das Portfolio nicht starr, sondern wird stringent an die langfristigen Entwicklungen an den Kapitalmärkten angepasst, ohne dabei ein Übermaß an Transaktionen auszulösen. Transaktionen sind schließlich kein Selbstzweck, sondern folgen ausschließlich dem Ziel, die Qualität der Allokation langfristig zu verbessern. Das Resultat ist ein flexibles Portfolio, das seine defensive Grundausrichtung stets beibehält.

Konsequent langfristig gedacht

Die Anlage von Stiftungsvermögen wird häufig über Generationen gedacht. An dieser Sichtweise orientiert sich der Investment-Prozess des NB Stiftungsfonds, der über eine Historie von mehr als 30 Jahren und ein Fondsvolumen von rund 195 Millionen Euro verfügt. Für Stiftungen, Family Offices und andere konservativ ausgerichtete Anleger kann der Fonds als alleinstehende Anlagelösung oder als robuster Kernbaustein einer umfassenden Strategie eingesetzt werden.

Erfahrenes Portfoliomanagement mit institutionellem Background

Gastautor: Jörg Willig ist Leiter des Portfoliomanagements bei der NATIONAL-BANK AG und verantwortet das Management von Fonds und individuellen Vermögensverwaltungsmandaten für institutionelle und private Kunden mit einem Volumen von über zwei Milliarden Euro. Der Diplom-Wirtschaftsinformatiker entwickelt seit mehr als 20 Jahren systematische Anlagestrategien, die in unterschiedlichen Marktregimes erfolgreich eingesetzt werden.

AUF EINEN BLICK

•  Aktiv gesteuerter Mischfonds

•  Benchmark-unabhängiges Anlageziel

•  Schwerpunkt: Euro-Anleihen weltweiter Emittenten

•  Überwiegend Investment Grade; begrenzte Beimischungen möglich

•  Begrenzte Aktienquote bis 35% des Gesamtportfolios

•  Empfohlener Mindestanlagehorizont: 3 Jahre

Hinweis: Der Wert von Fondsanteilen kann schwanken. Verluste sind möglich.

Dieser Beitrag ersetzt weder die Verkaufsunterlagen noch eine anleger- und anlagegerechte Beratung. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen gesetzlichen Verkaufsunterlagen

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